Bratkartoffeln lassen sich sehr gut einfrieren, wenn du ein paar Grundsätze beachtest. Hier zeige ich dir, wie du bereits gebratene Bratkartoffeln oder vorgegarte Kartoffelscheiben optimal vorbereitest, verpackst, lagerst, wieder auftaust und knusprig auf den Teller bringst – inklusive Profi-Tipps, Fehlerdiagnose, Tabellen mit Haltbarkeiten und praktischen Varianten für Pfanne, Ofen, Grill und Heißluftfritteuse.
Warum das Einfrieren von Bratkartoffeln funktioniert – und rohe Kartoffeln zum Problem werden
Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Unterschied zwischen rohen und vorgegarten bzw. gebratenen Kartoffeln. Rohe Kartoffeln sind zum Einfrieren ungeeignet. Bei Kälte wandelt sich ein Teil der Stärke in Zucker um (Cold-Induced Sweetening), dazu platzen Zellstrukturen beim Gefrieren. Das Ergebnis nach dem Auftauen: süßlicher Geschmack, wässrige Konsistenz, matschige Textur. Deshalb: rohe Kartoffeln nicht einfrieren.
Ganz anders sieht es bei bereits gekochten oder gebratenen Kartoffeln aus. Durch das Garen ist die Stärke teils verkleistert und die Struktur stabiler. Bratkartoffeln lassen sich daher problemlos einfrieren, sofern du sie richtig abkühlst, trocken verpackst und bei stabilen −18 °C lagerst. Die Qualität bleibt dabei über Wochen gut, die Textur lässt sich beim späteren Aufbraten wieder schön knusprig herstellen.
Merksatz: Gekocht oder gebraten: ja. Roh: nein. So einfach legst du den Grundstein für gute Ergebnisse.
Die richtige Kartoffelwahl: festkochend schlägt mehlig
Für Bratkartoffeln – ob du sie sofort servierst oder einfrierst – fährst du am besten mit festkochenden oder vorwiegend festkochenden Sorten. Sie enthalten weniger Stärke, bleiben formstabil und zerfallen nicht so leicht. Das zahlt sich nach dem Einfrieren doppelt aus, weil die Scheiben beim späteren Aufbraten ihre Struktur behalten.
- Festkochend: beste Wahl für Standfestigkeit und gleichmäßige Bräunung.
- Vorwiegend festkochend: gut geeignet, wenn du etwas softere Mitte magst.
- Mehligkochend: weniger empfehlenswert für Bratkartoffeln, da sie leichter zerfallen und nach dem Auftauen tendenziell weicher wirken.
Tipp aus der Praxis: Gare die Kartoffeln bissfest vor (oder brate die Scheiben nur bis knapp goldbraun), denn beim späteren Regenerieren bekommen sie ohnehin noch einen Hitzeschub. Voll durchgegart eingefroren neigen sie nach dem Auftauen eher zum Matsch.

Zwei Wege zum Ziel: Reste retten oder Vorrat clever vorbereiten
Methode A: Bereits gebratene Bratkartoffeln einfrieren (Resteverwertung)
Perfekt, wenn du vom Sonntagsbrunch oder vom Grillabend noch eine Pfanne Bratkartoffeln übrig hast. So gehst du vor:
- Schnell abkühlen: Bratkartoffeln flach auf ein Blech mit Backpapier geben, 10–15 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank (Ziel: zügig unter 5 °C, insgesamt max. 2 Stunden außerhalb des Kühlschranks).
- Entfetten: Überschüssiges Fett mit Küchenpapier abtupfen – weniger Fett = weniger Eisbildung und besserer Biss nach dem Auftauen.
- Trockene Oberfläche: Kondenswasser vermeiden. Feuchte Stellen ebenfalls abtupfen.
- Optional vorfrieren (IQF): Scheiben auf dem Blech in einer Schicht 1–2 Stunden anfrieren. So kleben sie später im Beutel nicht zusammen.
- Portionieren: Haushaltsgerechte Mengen einplanen (z. B. 250–300 g pro Person als Beilage).
- Verpacken: Luftdicht in Gefrierbeutel oder Dosen. Bestmöglich Luft entfernen (Strohhalm-Methode) oder vakuumieren, wenn möglich.
- Beschriften: Datum, Inhalt, besondere Zutaten (z. B. Speck, Zwiebeln).
- Lagern: Tiefkühlfach bei −18 °C, möglichst im inneren Bereich mit wenig Temperaturschwankungen.
Hinweis zu Zutaten: Zwiebeln und Speck sind geschmacklich top, beeinflussen aber die Haltbarkeit und Oxidationsstabilität. Mit Speck oder viel Zwiebel ist es sinnvoll, die Bratkartoffeln möglichst innerhalb von 4–8 Wochen zu verbrauchen, um Spitzenqualität zu sichern.
Methode B: Vorgekochte Kartoffelscheiben einfrieren und frisch braten (Qualitätstipp)
Wenn du planst, regelmäßig bratkartoffeln einzufrieren und später „wie frisch“ zu servieren, ist diese Methode oft überlegen. Du frierst nicht die fertig gebratenen Kartoffeln ein, sondern vorgekochte, trockene Scheiben – und brätst sie erst nach dem Auftauen knusprig.
- Garen: Kartoffeln in der Schale knapp gar (bissfest) kochen oder dämpfen. Abgießen.
- Ausdampfen: Auf ein Gitter legen, 10–20 Minuten abkühlen und ausdampfen lassen.
- Schälen und schneiden: In gleichmäßige Scheiben (ca. 4–6 mm) oder Würfel schneiden.
- Gründlich trocknen: Mit Küchenpapier die Schnittflächen trocken tupfen.
- Vorfrieren: Scheiben auf einem Blech in einer Schicht 1–2 Stunden anfrieren.
- Verpacken: Luftdicht, idealerweise vakuumiert. Beschriften.
- Lagern: −18 °C. Beim späteren Einsatz direkt aus dem Froster in die heiße Pfanne geben und frisch bräunen.
Vorteile: Maximale Knusprigkeit beim Servieren, beste Kontrolle über Bräunung und Gewürze, sehr gute Textur. Für mich als Grill- und Kochblogger ist das die Methode, die sich im Alltag bewährt, wenn es um Top-Qualität geht.
Verpackung, Portionen und Beschriftung: das kleine 1×1
Die Verpackung entscheidet über Gefrierbrand, Aromaerhalt und Haltbarkeit. Wähle Behälter und Beutel passend zu Menge und Form der Kartoffeln. Eine dünne, möglichst luftleere Verpackung minimiert Eiskristalle.
| Verpackung | Schutz vor Luft/Feuchte | Wiederverwendbar | Empfehlung | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Gefrierbeutel (stark) | Gut, wenn Luft herausgedrückt | Nein | Allround, kostengünstig | Dünne Schicht, flachdrücken für schnelles Durchfrieren |
| Vakuumbeutel | Sehr gut | Nein | Beste Qualität, längere Haltbarkeit | Bei Bratkartoffeln top; vorsichtig vakuumieren, um Scheiben nicht zu zerdrücken |
| Kunststoffdose (gefriergeeignet) | Mittel (Luft bleibt im Hohlraum) | Ja | Formstabil, stapelbar | Mit Pergament oder Folie direkt auflegen, um Luftkontakt zu reduzieren |
| Gefrierfolie + Beutel | Gut (Kombination) | Teilweise | Für empfindliche Scheiben | Erst eng in Folie wickeln, dann in den Beutel |
Beschriftung: Immer Datum, Inhalt, Garzustand (z. B. „vorgekochte Scheiben“ vs. „fertig gebraten“) und Zutaten (z. B. „mit Speck“) notieren. Das hilft bei der Planung und verhindert lange Lagerzeiten.
Lagerbedingungen und Haltbarkeit: realistische Zeitfenster
Die Tiefkühllagerung sollte konstant bei −18 °C erfolgen. Temperaturschwankungen begünstigen Eiskristallbildung, Gefrierbrand und Geschmacksverluste. In der Praxis sind die folgenden Zeitfenster sinnvoll:
| Produkt | Beste Qualität bis | Maximale Lagerdauer (Qualitätsgrenze) | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Bratkartoffeln (nur Kartoffeln + Fett) | 3 Monate | 4–5 Monate | Knusprigkeit nimmt nach 3 Monaten spürbar ab |
| Bratkartoffeln mit Zwiebeln | 4–8 Wochen | 3 Monate | Zwiebeln verlieren Aroma/Struktur schneller |
| Bratkartoffeln mit Speck | 4–8 Wochen | 3 Monate | Fette können oxidieren; zügig verbrauchen |
| Vorgekochte Kartoffelscheiben (ungewürzt) | 3–4 Monate | 6 Monate | Top-Basis für später frisch gebratene Bratkartoffeln |
| Ganze gekochte Kartoffeln (mit Schale) | 3–6 Monate | 6–10 Monate | Für Bratkartoffeln später schneiden und braten |
| Rohe Kartoffeln | – | – | Zum Einfrieren nicht geeignet |
Praxisempfehlung: Plane für Bratkartoffeln und vorgegarte Scheiben einen Verbrauch innerhalb von 3 Monaten ein. So bleibst du geschmacklich und textural auf der sicheren Seite.

Auftauen und Aufwärmen: knusprig statt matschig
Auftauen – welche Methode passt wann?
- Im Kühlschrank (über Nacht): sehr schonend, minimiert Texturverlust, ideal bei Zeitpuffer.
- Im Wasserbad (Beutel dicht verschlossen, lauwarm): schneller als im Kühlschrank; nur nutzen, wenn Verpackung absolut dicht ist.
- Schonend in der Mikrowelle (Auftaufunktion, kurze Intervalle): nur zum Lösen des Blocks, nicht zum Durchwärmen; Risiko der ungleichmäßigen Erwärmung.
- Direkt aus dem Froster in die Pfanne/den Ofen: für vorgegarte Scheiben und Bratkartoffeln praktikabel; mit etwas mehr Zeit in der Pfanne erzielst du sehr gute Ergebnisse.
| Methode | Dauer | Qualität | Empfohlen für | Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| Kühlschrank | 8–12 h | Sehr gut | Fertig gebratene Bratkartoffeln, vorgegarte Scheiben | Auf flachem Teller abgedeckt auftauen |
| Wasserbad (Beutel) | 30–60 min | Gut | Portionen im dichten Beutel | Kein direktes Wasser an die Kartoffeln |
| Mikrowelle (Auftauen) | 3–6 min | Mittel | Zum Lösen von Blöcken | Nicht garen; sofort in Pfanne nachziehen |
| Direkt in Pfanne/Ofen | 8–15 min | Sehr gut | IQF-Scheiben, locker verpackte Bratkartoffeln | Heißes Fett, ausreichend Platz, nicht zu viel auf einmal |
Aufwärmen – so wird es wieder richtig knusprig
- Pfanne (Gusseisen oder schwerer Stahl): Die beste Wahl. Pfanne kräftig vorheizen, neutrales Öl oder Butterschmalz zugeben, Kartoffeln in einer Schicht einlegen und in Ruhe bräunen lassen. Erst wenden, wenn die Unterseite goldbraun ist. Am Ende optional ein Stück Butter für Aroma zugeben.
- Backofen (200–220 °C, Heißluft): Auf Blech mit Backpapier oder auf einem vorgeheizten Blech/Stein verteilen, mit etwas Öl benetzen, 12–18 Minuten knusprig backen. Gut bei größeren Mengen.
- Heißluftfritteuse: Dünn mit Öl benetzen, 180–200 °C, 8–14 Minuten, zwischendurch schütteln. Ergibt sehr knusprige Ergebnisse mit wenig Fett.
- Grill/Plancha: Platte vorheizen, leicht einölen, Kartoffeln direkt auflegen, 6–10 Minuten bräunen. Ideal beim Grillen als Beilage – hervorragende Röstaromen.
- Mikrowelle: Für Bratkartoffeln nicht empfehlenswert, da die Knusprigkeit verloren geht und die Erwärmung ungleichmäßig ist. Allenfalls als Auftauhilfe nutzen.
Häufige Fehler und Mythen rund um bratkartoffeln einfrieren
- „Kartoffeln darf man grundsätzlich nicht einfrieren.“ Falsch: Rohe Kartoffeln nicht. Gekochte/gebatene Kartoffeln funktionieren gut.
- Zu lange abkühlen lassen: Lass Bratkartoffeln nicht stundenlang bei Raumtemperatur stehen. Zügig auf Kühlschranktemperatur bringen, dann einfrieren.
- Feuchte Oberfläche: Nasse Kartoffeln → viele Eiskristalle → matschige Textur. Vor dem Verpacken trocken tupfen und abkühlen lassen.
- Zu viel auf einmal in einen Beutel: Dicke Blöcke frieren langsam durch, bilden große Eiskristalle und verlieren Qualität. Lieber flache Päckchen.
- Salz und Gewürze vorher übertreiben: Stark gesalzene Kartoffeln geben beim Einfrieren mehr Feuchtigkeit ab. Würze lieber moderat und final beim Aufbraten nach.
- Mit Zwiebeln/Speck ewig lagern: Fette oxidieren, Zwiebeln verlieren Aroma. Diese Varianten zügig verbrauchen.
- Aufwärmen in der Mikrowelle: Bequem, aber qualitativ schwach. Pfanne, Ofen, Heißluftfritteuse oder Plancha liefern bessere Ergebnisse.
- Aufgetaut erneut einfrieren: Vermeide das. Qualität leidet deutlich. Wenn du im Kühlschrank schonend aufgetaut hast und die Kartoffeln vollständig durchbrätst, ist theoretisch ein erneutes Einfrieren möglich – empfehlenswert ist es wegen Qualitätsverlusten jedoch nicht.
Qualität optimieren: Profi-Tipps für Textur, Aroma und Handling
- Abkühlen wie ein Profi: Flach verteilen, Luft zirkulieren lassen, nach 10–15 Minuten in den Kühlschrank. Ziel: schnelle, sichere Abkühlung.
- Trockenheit ist Trumpf: Je trockener die Oberfläche, desto kleiner die Eiskristalle, desto besser die spätere Knusprigkeit.
- Vorfrieren (IQF): Die Scheiben einzeln anfrieren, dann verpacken. Dadurch kannst du direkt aus dem Froster sehr gut portionieren.
- Fette klug wählen: Butterschmalz, Raps- oder Sonnenblumenöl sind stabil und liefern gutes Bratverhalten. Aromabutter erst zum Schluss zugeben.
- Pfanne nicht überfüllen: Bratkartoffeln brauchen Kontakt zur heißen Fläche. Bei großen Mengen lieber in zwei Durchgängen braten oder auf Ofen/Plancha ausweichen.
- Im Finish würzen: Salz, Pfeffer, Paprika, frische Kräuter und ggf. frisch angebratene Zwiebeln am Ende sorgen für klare, frische Aromen.
- Für Grillfans: Auf einer vorgeheizten Plancha mit wenig Öl werden aufgetaute Scheiben sensationell knusprig. Ideal als Beilage zu Steaks, Fisch oder Gemüse.
Weiterverwendung: schnelle Gerichte mit aufgetauten Bratkartoffeln
- Bauernfrühstück: Bratkartoffeln in der Pfanne aufknuspern, verquirlte Eier darüber, kurz stocken lassen; mit Speck und Frühlingszwiebeln top.
- Tiroler Gröstl: Mit Zwiebel, Speck und Majoran; Spiegelei on top.
- Kartoffel-Tortilla/Frittata: Mit Ei, Zwiebel, Paprika und Käse; im Ofen stocken lassen.
- Auflauf/Gratin: Aufgetaute Scheiben schichten, würzen, mit Sahne/Käse überbacken.
- Pfannen-Hash: Mit Chorizo oder Salsiccia, Paprika, Zwiebel und Chili, würzig und kräftig.
- Beilage vom Grill: Direkt auf der Plancha knuspern, ein wenig Knoblauchöl und Rosmarin dazu – fertig.
Lebensmittelsicherheit: die wichtigsten Punkte
- Schnelles Abkühlen: Gekochte/gebatene Kartoffeln innerhalb von 2 Stunden von heiß auf unter 5 °C bringen.
- Sauber verpacken: Nur saubere, dichte Beutel/Dosen verwenden.
- Konstante Tiefkühltemperatur: −18 °C, Türöffnungen kurz halten, keine warmen Speisen in den Froster stellen.
- Schonend auftauen: Im Kühlschrank oder direkt heiß braten/backen. Wasserbad nur mit dichtem Beutel.
- Heiß servieren: Beim Regenerieren vollständig erhitzen; in der Pfanne „piping hot“ und knusprig bräunen.
- Nicht mehrfach erhitzen: Qualität und Sicherheit leiden mit jedem erneuten Aufwärmen.
Fehlerdiagnose: wenn’s doch mal nicht perfekt wird
- Matschige Konsistenz: Zu feucht eingefroren, zu langsam durchgefroren, Mikrowelle als Hauptmethode genutzt, Pfanne überfüllt. Lösung: Trockener arbeiten, dünn verpacken, heiß anbraten, in zwei Chargen braten.
- Wässrig/sauer: Kondenswasser im Beutel, Gefrierbrand oder zu lange Lagerung. Lösung: Luftdicht verpacken, schneller durchfrieren, Lagerzeiten einhalten.
- Süßlicher Geschmack: Wahrscheinlich roh eingefroren oder kalt gelagert vor dem Garen. Lösung: Nur vorgegart/gebaten einfrieren.
- Kein Röstaroma: Pfanne zu kalt, falsches Fett, zu früh gewendet. Lösung: Pfanne vorheizen, hitzestabiles Fett nutzen, Geduld bei der ersten Bräunung.
Beispiel-Workflow: vom Einkauf bis zum Teller
Du willst regelmäßig bratkartoffeln einfrieren, um jederzeit knusprige Beilagen parat zu haben? So könnte dein Wochenplan aussehen:
- Tag 1 – Vorbereitung: Festkochende Kartoffeln bissfest garen, abkühlen, in Scheiben schneiden, trocken tupfen, auf Blech vorfrieren. Danach portionsweise vakuumieren und beschriften.
- Tag 2–90 – Lagerung: Bei −18 °C lagern. Bei Bedarf eine Portion entnehmen – direkt in Pfanne/Heißluftfritteuse/Plancha oder über Nacht im Kühlschrank auftauen.
- Servicetag: Pfanne stark vorheizen, Öl/Butterschmalz rein, Kartoffeln einlegen, goldbraun braten, final würzen (Salz, Pfeffer, Paprika, frische Kräuter). Auf Wunsch frische Zwiebelwürfel kurz separat anschwitzen und untermischen.
Tabellarische Kurzübersicht: die wichtigsten Stellschrauben
| Schritt | Do | Don’t | Warum |
|---|---|---|---|
| Abkühlen | Flach ausbreiten, schnell auf < 5 °C | Stundenlang warm stehen lassen | Qualität und Lebensmittelsicherheit |
| Trocknen | Oberfläche trocken tupfen | Feucht verpacken | Weniger Eiskristalle, bessere Textur |
| Vorfrieren | Scheiben einzeln anfrieren | Große Klumpen bilden | Bessere Portionierung, gleichmäßiges Garen |
| Verpacken | Luftdicht, flache Päckchen | Viel Luft, dicke Beutel | Verhindert Gefrierbrand |
| Lagern | −18 °C, innen im Froster | Türeinschub mit Temperaturschwankungen | Stabile Qualität |
| Regenerieren | Pfanne/Ofen/Heißluftfritteuse | Mikrowelle als Hauptmethode | Knusprigkeit statt Matsch |
Würzen und Fett: Timing und Auswahl
- Vor dem Einfrieren: Eher moderat würzen. Salz zieht Feuchtigkeit. Besser final beim Aufbraten nachjustieren.
- Beim Aufwärmen: Salz, Pfeffer, Paprika, geräucherte Paprika, Kümmel, Rosmarin oder Thymian – frisch und sparsam dosieren, dann abschmecken.
- Fette: Butterschmalz für Aroma und Hitzeverträglichkeit; Raps- oder Sonnenblumenöl als neutrale, stabile Basis. Butter erst am Ende unterziehen.
Mit oder ohne Zwiebeln/Speck einfrieren?
Du kannst beides einfrieren, doch die beste Qualität erzielst du, wenn du die Kartoffeln pur einfrierst und Zwiebeln/Speck beim späteren Braten frisch zugibst. So bleiben die Aromen klar, die Zwiebel hat Biss und der Speck kommt knusprig auf den Teller. Wenn du Reste mit Zwiebel/Speck einfrierst, plane, sie zügiger zu verbrauchen (siehe Haltbarkeitstabelle).
Fazit
Bratkartoffeln einfrieren ist unkompliziert und liefert hervorragende Ergebnisse, wenn du sauber arbeitest: festkochende Kartoffeln verwenden, nach dem Garen rasch und trocken abkühlen, flach und luftdicht verpacken, bei −18 °C lagern und beim Regenerieren auf Pfanne, Ofen, Heißluftfritteuse oder Plancha setzen. Für maximale Knusprigkeit frierst du am besten vorgekochte, trockene Scheiben ein und brätst sie später frisch. Fertig gebratene Bratkartoffeln funktionieren ebenfalls gut, vor allem wenn sie fettarm, trocken und portioniert eingefroren werden. Halte dich an die empfohlenen Lagerzeiten (idealerweise bis 3 Monate), beschrifte sauber und würze beim Finish. So sparst du Zeit, reduzierst Lebensmittelverschwendung und servierst dennoch knusprige, aromatische Bratkartoffeln – wann immer du möchtest.
FAQ: Häufige Fragen zum Thema „bratkartoffeln einfrieren“
Kann ich rohe Kartoffeln einfrieren und später braten?
Nein. Rohe Kartoffeln eignen sich nicht zum Einfrieren. Sie verändern Geschmack und Textur deutlich (süßlich, wässrig, matschig). Friere nur vorgegarte oder gebratene Varianten ein.
Wie lange sind eingefrorene Bratkartoffeln haltbar?
Als Faustregel: beste Qualität bis etwa 3 Monate. Varianten mit Zwiebeln oder Speck solltest du möglichst innerhalb von 4–8 Wochen verbrauchen. Vorbereitete, vorgegarte Scheiben halten bis 3–4 Monate sehr gut, in Vakuumbeuteln auch bis zu 6 Monate akzeptabel.
Muss ich Bratkartoffeln vor dem Einfrieren komplett abkühlen?
Ja. Lass sie flach ausgebreitet zügig abkühlen und stelle sie nach kurzer Zeit in den Kühlschrank. Verpacke erst, wenn sie kühl und trocken sind. So minimierst du Kondenswasser und Eiskristalle.
Was ist besser: fertig gebratene Bratkartoffeln oder vorgegarte Scheiben einfrieren?
Beides geht. Für Top-Knusprigkeit empfehle ich vorgegarte, trockene Scheiben: einfrieren, später direkt in die heiße Pfanne und frisch bräunen. Fertig gebratene Reste sind eine gute, schnelle Lösung – idealerweise fettarm, trocken und portionsgerecht verpackt.
Wie taue ich eingefrorene Bratkartoffeln richtig auf?
Am schonendsten im Kühlschrank über Nacht. Wenn es schnell gehen muss: luftdicht verpackt im Wasserbad oder – zum Lösen eines Blocks – kurz in der Mikrowelle, dann sofort ab in die Pfanne. Oft funktioniert auch „direkt aus dem Froster in die Pfanne“.
Warum werden meine Bratkartoffeln nach dem Auftauen matschig?
Häufige Ursachen: zu feucht eingefroren, dicke Klumpen, zu langsames Durchfrieren, Mikrowelle als Hauptmethode, überfüllte Pfanne. Abhilfe: trocken arbeiten, flach verpacken, Pfanne sehr heiß, in Portionen braten, erst wenden, wenn goldbraun.
Kann ich Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck einfrieren?
Ja, aber Qualität und Haltbarkeit sind besser, wenn du Kartoffeln pur einfrierst und Zwiebeln/Speck beim Regenerieren frisch zugibst. Schon eingefrorene Mischungen zügig aufbrauchen.
Welche Öle/Fette eignen sich am besten?
Butterschmalz für Geschmack und Hitzestabilität, Raps- oder Sonnenblumenöl als neutrale, robuste Basis. Butter eignet sich als Finish am Ende des Bratens.
Ist es sicher, aufgetaute Bratkartoffeln erneut einzufrieren?
Aus Qualitätsgründen nicht empfehlenswert. Wenn die Kartoffeln im Kühlschrank aufgetaut wurden und du sie vollständig durcherhitzt hast, ist ein erneutes Einfrieren grundsätzlich möglich – die Textur leidet aber spürbar. Besser: vor dem Einfrieren portionieren.
Wie vermeide ich Gefrierbrand?
Luftdicht verpacken, möglichst wenig Luft im Beutel (vakuumieren hilft), flach einfrieren, konstante −18 °C, keine langen Lagerzeiten. Trockene Oberflächen sind essenziell.




